Herbstimpressionen aus dem Shabby Garten



Nachdem gestern eine Leserin ihre Errungenschaften aus meinem Flohmarkt abgeholt hat - ist das schön, wenn man so reizende, freundliche und liebe Leser hat, liebe Grüße! - hab ich das Bedürfnis, euch zu beichten...

Na ja, nicht wirklich beichten, aber zu erklären. Also, wir wohnen in einem Loft. Nee - nicht wirklich. Also Loft im Sinne von Industriegebäude. Wir haben nämlich vor ein paar Jahren die über der Firma von meinem Schatz liegenden Seminarräume bezogen. Das hat alles seine Vor- und Nachteile, aber dazu später mal mehr.

Auf jeden Fall gehört zu dem Gebäude auch noch ein Grundstück. Und da hat mein "Schwiegervater" vor Jahren eine Garten angelegt und ordentlich gewirkt. Wer jetzt an wunderbar gepflegte Beete und Rasenflächen denkt - weit gefehlt! Er hatte nämlich ein Nutzgarten mit Gemüseanbau. Und weil er eher praktisch als ästhetisch veranlagt ist, hat er alles verwendet, was ihm in die Quere kam. 
Und so wurde z. Bsp. aus alten Paletten eine Hütte und ein Zaun gezimmert.


Als mein Schwiegervater so nach und nach seinen Gemüseanbau einstellte, haben wir Jahr für Jahr mehr vom Garten übernommen und mit Rasen eingesät. Es folgten Beete, Pflanzungen, Sitzplätze, eine Terrasse und ganz viele Fahrten nach Holland - Deko kaufen. :-)
Aber ganz besonders hat mir immer seine kleine Holzhütte aus Paletten gefallen, in der wir immer noch Gartengeräte lagern. 
Ich mag den rauen Charm und das silbrig-grau alternde Holz sehr. Dem entsprechend, haben wir den Garten auch ein wenig im Shabby Chic Stil gestaltet. 





Das Tolle am Shabby Chic ist ja, dass alles schön altern darf. Patina macht die Deko ja erst richtig ansprechend. Das Praktische am Shabby Chic ist, dass es nicht immer so ganz akkurat und tippi toppi sein muss. Und das kommt mir sehr entgegen! 






Das Grundstück um uns herum ist total verwildert (es gehört der Stadt und da kümmert sich keiner) und bietet viel Lebensraum für alle möglichen Tiere.
Wer hört im Frühjahr schon morgens einen Kuckuck oder den Specht hämmern? Manchmal schreckt Lilly auch Fasane auf. 
 Aber da sich dort nicht nur Hase und Igel gute Nacht sagen, sondern auch Rehe (!), musste ich unsere Pflanzungen arg einschränken. Die Mist-Viecher haben nämlich ihren Geschmack an unseren Rosenknospen, Flieder, Geranien, Fette Henne, etc, etc. entdeckt. Rosen wachsen bei mir nur in der Höhe gut oder hinter Gittern. Hatten wir letztes Jahr noch wunderbare Weinranken (gut, gegen Ende des Jahres hatten die Rehe dann auch die Trauben für sich entdeckt), haben wir dieses Jahr nur abgefressene Stümpfe.
Es ist zum Verzweifeln! 
Falls jemand ein wirklich wirksames Mittel kennt, biologisch verträglich und nicht tödlich, bitte melden!






   













Lavendel mögen die Rehe offensichtlich nicht, deshalb haben wir auch ganz viele Büsche im Garten. Ich liebe den zarten Duft! Übrigens ist das auf dem Foto schon die zweite Blüte. Ich hatte nämlich im August bereits alle Büsche radikal abgeschnitten. Scheinbar hat es gefallen...


Diese Rose steht unter meinem persönlichem Schutz und wächst hinter Kaninchendraht.



Komischerweise werden die Stockrosen nicht gefressen. Vielleicht haben sie die noch nicht entdeckt. Gut so!






Diese Laternen habe ich vor der Müllentsorgung gerettet. Ich fand sie einfach zu schade dafür...




Und wie sieht euer Lieblingsplatz im Garten aus? Oder auf der Terrasse, dem Balkon, der Fensterbank?

Genießt die letzten warmen Sonnenstrahlen & habt ein schönes langes Wochenende!

Herzliche Grüße,
Rahel

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